Willkommen am Fachbereich Dogmatik und Dogmengeschichte!

Dogmatische Theologie hat die Aufgabe, die Sinngehalte des christlichen Glaubens zusammenhängend darzustellen und im Blick auf die Fragen der Gegenwart verstehend zu erschließen. Um diese Aufgabe angemessen wahrzunehmen, muss sie sich einerseits um eine möglichst ursprungsgetreue Darstellung der kirchlichen Lehrtradition bemühen. Andererseits kann sie nicht einfach wiederholen, was andere Epochen vorgedacht haben. Sie hat daher die Sinngehalte des Glaubens für heute zeitgemäß zu erschließen.

Für die ursprungsgetreue Darstellung des christlichen Glaubens greift dogmatische Theologie auf die Quellen von „Schrift und Tradition“ zurück. Sie orientiert sich also zunächst an den biblischen Schriften des Alten und Neuen Testaments, berücksichtigt aber auch die kirchlichen Lehrentscheidungen, also Konzilsbeschlüsse und päpstliche Stellungnahmen, die für die inhaltliche Profilierung des Glaubens in der Geschichte der katholischen Kirche wichtig geworden sind. Darüber hinaus gehört es zu den Aufgaben Dogmatischer Theologie, epochale Gestalten der Theologiegeschichte präsent zu halten. Die Denkanstöße von Origenes, Augustinus, Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, Martin Luther, Karl Rahner oder Hans Urs von Balthasar – um nur diese Namen zu nennen – müssen auch heute in den theologischen Diskurs eingebracht werden, wenn dieser die Niveauvorgaben der Tradition nicht fahrlässig unterschreiten will.

Um zugleich die Sinngehalte des Glaubens zeitgemäß vermitteln zu können, bedarf es einer wachen Zeitdiagnostik und einer angemessenen Denkform. Das zeitdiagnostische Sensorium kann in den unübersichtlich und plural gewordenen Lebenswelten der späten Moderne durch das Gespräch mit den Humanwissenschaften, aber auch mit der Gegenwartsliteratur ausgebildet werden. Für die Ausarbeitung einer konsistenten Denkform, in die sich die Inhalte des Glaubens systematisch zur Darstellung bringen lassen, ist das Gespräch mit der modernen Philosophie wesentlich.


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